Stimmen, die unter die Haut gehen

12.03.2013

Lions Club: Vocal-Ensemble Ladenburg und Konzertchor Lobdengau musizieren für guten Zweck / Solisten Jeanette Friedrich und Matthias Fischer überzeugen

(Von unserer Mitarbeiterin Sabine Sipos)

Etwas Gutes zu tun und mit großem Engagement umzusetzen – das haben sich verschiedene Charity Clubs zur Aufgabe gemacht. Eine großartige Möglichkeit, die breite Bevölkerung zu Spenden anzuregen, sind kulturelle Veranstaltungen. Der Lions Club Hockenheim hatte zu einem Konzert in die evangelische Stadtkirche eingeladen. Mit dabei waren das Vocal-Ensemble Ladenburg und der Konzertchor Lobdengau – Garanten für ein voll besetztes Gotteshaus.

Lions-Club-Präsident Franz Bitz umriss in seinem Grußwort an die Konzertbesucher die Projekte, die der Zusammenschluss auf den Weg gebracht hat und auch weiterhin unterstützen will. Tätig sei man in der ganzen Verwaltungsgemeinschaft Hockenheim mit Projekten der Gesundheitsförderung von Kindern und Jugendlichen, wobei es auch um Prävention und Aufklärung in Bezug auf Drogen und Alkohol ginge. Ein weiteres Feld sei die Hausaufgabenbetreuung.

Perfekt disponiert

Insgesamt sind laut Bitz 16 000 Euro in diese Arbeiten geflossen. Um Spendengelder zu sammeln, gibt es einmal im Jahr ein Konzert wie dieses und alle zwei Jahre eine Großveranstaltung mit anschließendem Dinner.

Franz Bitz schätzte sich glücklich, die Chöre für das Konzert in der Rennstadt gewonnen zu haben und forderte sie auf, „nun zu rocken, bis die Kirchturmspitze wackelt". Auf dem Programm standen Rock, Pop und Gospel. Gleich mit den ersten sechs Titeln in flotten Arrangements von Chordirektor Dietrich Edinger bewiesen die Sänger, wie perfekt sie für dieses Konzert disponiert waren. Mit „With a little help from my friends" und „Love is blue" wurden zudem Jeanette Friedrich und Matthias Fischer als Solisten vorgestellt, deren Stimmen unter die Haut gingen.

Nach diesem großartigen Einstieg übernahm Jürgen Zink die Moderation. Ein großes Lob ging dabei zunächst einmal an Dietrich Edinger, der eine Reihe weiterer Chöre leitet. Der Konzertchor glänzte temporeich mit den Männerstimmen bei „Go down Moses" und „Ride the Chariot". Auch hierbei zog Bariton Matthias Fischer wieder hinreißend alle Register. Das Vocal-Ensemble setzte dem ein weiteres Highlight mit Songs aus „Sister Act".

Was dem Chor und ihrem Leiter ideal gelang, war die Steigerung von anfangs – gewollt – desolat klingenden Laiensängerinnen zum flotten Nonnenchor, der im Film sogar den Papst begeisterte. Hier jubelte allerdings (nur) das Publikum.

Gedenken an Whitney Houston

Für die weiteren Programmtitel vereinten sich wieder beide Chöre und die Konzertbesucher kamen in den Genuss der beiden Solistinnen Manuela Göpfrich und Katja Rödel-Geschwill.

Die Mischung stimmte: Rock, Pop und Gospel, beginnend mit „Let it be" von den Beatles, „0l' man River" aus dem Musical „Showboat" – Matthias Fischer mit gefühlvoll samtiger Tiefe – und ein Gedenken an die verstorbene Whitney Houston, bei dem Jeanette Friedrich mit „I will always love you" aus dem Film „Bodyguard" mit ihrer großartige Stimme für sich einnahm.

Altbekanntes und Neues, das war der Mix, den die Chöre stimmlich exzellent präsentierten. Wie stets begleitete Dietrich Edinger seine Sänger am Piano, wobei er in diesem Konzert von Christian Dobirr am Schlagzeug und Bernd Krämer (Querflöte) harmonisch unterstützt wurde.

Dass nach Ende des „offiziellen" Programms Zugaben gefordert wurden, dürfte angesichts des so großartig gebotenen Programms nicht überraschend gewesen sein.

© Hockenheimer Tageszeitung, 12.03.2013

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