Die „Deutschland-Tournee“ begann in Koblenz

06.07.2011

tl_files/edingerchoere/bilder/news/BUGA2.jpgLadenburg/Koblenz (ans) Erstmalig gingen die Edinger-Chöre mit ihren Fans und Freunden auf Reisen. Die Bundesgartenschau war ihr Ziel. In drei Bussen starteten die 45 Sänger und 120 Fans von Ladenburg aus gen Koblenz. Und obwohl es noch früh am Morgen war, herrschte beste Stimmung. Da gab es Küsschen, nette Plaudereien und freudige Wiedersehen.

Denn viele Fans und Freunde begleiten das Vocalensemble Ladenburg und den Konzertchor Lobdengau schon seit Jahren auf ihrem Weg und besuchen ihre Konzerte. Klar, dass es sich da viele nicht entgehen lassen wollten, mit den Chören auf Reisen zu gehen und die Karten in Nullkommanichts weg waren. Außerdem waren im Preis neben der Busfahrt auch der Eintritt zur Bundesgartenschau enthalten, damit natürlich auch das Konzert und ein Drei-Gänge-Menü.

Da es aber bis zum Letzteren noch ein wenig dauerte, hatten die Chöre eine Überraschung vorbereitet – nämlich ein Sektfrühstück auf einem Rastplatz. Zum prickeligen Getränk gab es Käse- und Wurstbrötchen, edel hergerichtet mit Blütenblättern von „Unsere Küche“ aus Ladenburg. „Das hat Stil“, fand Chordirektor Dietrich Edinger. Gut gelaunt ging’s weiter nach Koblenz. Hier angekommen, stand erst einmal ein Rundgang auf der „BUGA“ an. Jeder konnte zunächst einmal den oberenTeil, rundum die Festung Ehrenbreitstein erkunden. Der Festungspark ist ein großer Erlebnisgarten, in dem man neben leuchtenden Blumeneiniges entdecken kann.Während die mitgereisten Fans in Ruhe noch etwas weiter herumschlenderten, hieß es für die Chöre bei hoch sommerlichen Temperaturen schnell umziehen.

In Konzertkleidung fuhren die Sänger mit der Gondel nach unten über den Rhein hinweg und genossen den herrlichen Ausblick auf den Fluss und auf Koblenz. Dann aber schnell zur Bühne am Kurfürstlichen Schloss geeilt, wo sich während des Soundchecks eine Stunde vorher schon die ersten Besucher einfanden, um zu lauschen. Als es später losging, war auf dem sonnenüberfluteten Platz kaum noch ein Plätzchen frei. Edinger schätzt, dass alles in allem knapp 500 Menschen das Konzert besuchten. Einige Lieder der Weihnachtskonzerte 2010, aber auch ein „Best of“ der Stimmung machenden Gospels und Pop-Songs standen auf dem Programm. Besonders mitreißend war einmal mehr das „We Are Going Down Jordan“ von den „Les Humphries Singers“, zumal trotz Schweiß treibender Temperaturen mit Choreografie präsentiert. Klatschend unterstützte das Publikum den stimmgewaltigen Auftritt. Und beim „Halleluja“ von Hanne Haller fielen die Zuschauer in den herrlichen Gesang mit ein. Ergriffen lauschten sie später noch „Amazing Grace“, applaudierten den Edinger-Chören minutenlang und ließen sie nicht ohne Zugabegehen.

Eine Sängerin wurde sogar noch angesprochen, ob es sich um einen Profi- Chor handeln würde, der gerade auf Deutschland-Tournee ist. Und die mitgenommenen 40 CDs gingen weg wie warme Semmeln. Auf einer verewigte sich Dietrich Edinger. Ein bayerisches Ehepaar hatte den Chordirektor um ein Autogrammgegeben.

Nett war’s dann noch im Alten Brauhaus „zur Nette“ in Neuwied, wo alle ein leckeres Drei-Gänge-Menü aßen. Hier sangen die Edinger-Chöre zu Ehren von Brigitte und Wolfgang Kandzia ein Ständchen.DieSponsorenwarennämlich an ihrem 30. Hochzeitstag mitgefahren. „So ein Tag, so wunderschön wie heute“ geht dann doch mal dem Ende zu. Busfahrer Heiko von ZiK-Gruppenreisen legte Stimmungsmusik im Chorbus auf. Und manche Sängerin soll von „Hey Baby“ gar nicht genug bekommen haben. Singenderweise ging’s gen Heimat, und der Chorleiter urteilte zufrieden: „Die Stimmungwarklasse! Eswarmalwasanderes; dasExperimentistgelungen.“

Erscheinungstag: 06.07.2011 | Zeitung: Rhein-Neckar-Zeitung | Seite: 6

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